Landestypisches

 

Wir in Europa haben ein Bild von den USA, dass sehr stark durch verschiedenste TV Produktionen und Kinofilme geprägt wurde. Aufgrund der großen politischen Bedeutung der USA haben sich vor allem die negativen Ereignisse im außenpolitischen Geschehen in unsere Köpfe eingebrannt. Die USA sind aber weit weg von dem typischen Bild im TV und vermeintlich engstirniger, aggressiver Politik und Fast Food.

 

Küche

Denn die typisch amerikanische Küche aus Hamburgern und Hotdogs gibt es nicht. Die amerikanische ist aufgrund der kulturellen Vielfalt des Landes sehr weit gefächert und besonders. Die Besiedlung durch verschiedene Kulturen aus Europa, Asien und Lateinamerika und die Anbaumöglichkeiten für Zutaten haben große Unterschiede innerhalb des Landes geschaffen. Im Westen des Landes kann man eindeutig den asiatischen Einfluss sehen, im Süden hingegen haben hispanische Siedler ihre Spur hinterlassen und Reis, Mais und Geflügel werden in der Küche viel verwendet.

 

 

Trotz alledem gibt es viele amerikanisches Gebäck und Snacks, die es auch zu Weltruhm geschafft haben. An Tischmanieren gibt es einen sehr großen Unterschied. In Deutschland benutzt man beide Hände zum Essen, in den USA werden Gerichte klein geschnitten und dann nur mit der Gabel verzehrt. Die linke Hand wird dabei auf den Schoß gelegt und nicht verwendet.

 

Umgangsformen in den USA

Höflichkeit wird in den USA sehr groß geschrieben und alle Menschen werden in der Regel mit einem "Hi, how are you?" begrüßt. Man erwartet darauf jedoch keine ausufernden Antworten, ein kurzes "Fine" reicht eigentlich schon. Die Höflichkeitsfloskeln sollten jedoch nicht überbewertet werden, engere Beziehungen erfordern hier viel Aufmerksamkeit.

 

Der "American Dream"

Obwohl die Amerikaner in vielerlei Hinsicht konservativer, manche würden prüde sagen, sind als die Europäer, sind sie Fremden gegenüber sehr offen, haben großes Interesse an deren Kultur und sind auch sehr begeisterungsfähig. Was für die Kultur der USA sinnbildlich steht, ist der "American Dream". Die Vorstellung vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden, die viele Menschen dazu bewegte ihr Glück in den USA zu suchen und den Pioniergeist weckte. Noch heute treibt dieser Gedanke viele der US Amerikaner und die Gesellschaft ist sehr erfolgsorientiert. Positives Denken, Ehrgeiz und Siegeswille sind ein paar Merkmale, die sich in vielen Einheimischen erkennen lassen. Daraus folgert sich fast von selber der Stolz, der den USA inne ist. Dieser ist nicht nur an das Land gebunden. Sowohl im Beruf als auch im Sport identifizieren sich die US Amerikaner stark mit dem Unternehmen, der Mannschaft oder der Schule. Im Gegenzug zu diesem Gefühl für das eigene Land wird Europa hier häufig als etwas rückständig empfunden.

 

Schmelztiegel vs Patchwork

Darüber hinaus sehen sich die USA als Schmelztiegel der Kulturen. Durch die vielen Zuwanderer hat sich eine Kultur aus den vielen Eigenschaften der verschiedenen Kulturkreise gebildet. Häufig wird jedoch auch argumentiert, dass die Kulturen gar nicht verschmelzen, sondern eher nebeneinander existieren und lediglich die ein oder anderen Kennzeichen einer Kultur übernommen werden. Dennoch kann man in den USA eine interessante Vielseitigkeit und Kontraste sehen.

 

Sprache

Englisch ist natürlich die Amtssprache in den USA, aber die Zuwanderung der verschiedensten Kulturen hat auch starken Einfluss auf die Sprache in den USA gehabt. Zum einen wurden viele Wörter aus anderen Sprachkulturen in den Sprachgebrauch übernommen, zum anderen sind in einigen Teilen der USA andere Kulturen so einflussreich, dass dort sogar andere Sprachen an der Tagesordnung sind. So zum Beispiel Spanisch oder Chinesisch. Auch sollte man Englisch nicht per se als Englisch sehen. In den USA ist die Aussprache deutlich anders und viele Wörter, die im Englischen genutzt werden, werden in den USA nicht gebraucht oder haben eine andere Bedeutung. Ganz interessant zu wissen ist, dass bei der Gründung der USA eine Abstimmung zur Amtssprache vollzogen wurde. Dabei wurde Deutsch nur um wenige Stimmen von Englisch überboten. Wie sähe die Welt wohl aus, wenn man in den USA Deutsch sprechen würde?

 

Eigenarten der USA

Im Vergleich zu Deutschland gibt es hier viele Dinge, die man so nicht kennt, kurios und sinnvoll. Zum Beispiel die HOVs, Heavy Occupancy Vehicle, oder Carpool Lanes. Um den Verkehr zu entlasten, hat man hier spezielle Spuren für Autos die mehr als eine Person befördern eingeführt. Dies hat auch eine positive Wirkung gezeigt. Auch die amerikanischen Shoppingzentren, oder Malls, sind etwas Besonderes. Hier geht es nicht nur um Einkaufen und Essen, stattdessen gibt es hier viele abwechslungsreiche Möglichkeiten die Freizeit zu gestalten.Von Kino über Spielarkaden bis Schwimmbäder kann man hier fast alles finden. Dazu gibt es viele kleine Kuriositäten, die auch den Erfindungsreichtum der US Amerikaner zeigen, zum Beispiel Butter zum sprühen.

 

Landestypisch sind diverse Feiertage in den USA. Halloween und Thanksgiving sind wohl die bekanntesten. Inzwischen werden sie auch in Deutschland ausgiebig gefeiert. In den USA hingegen gehen diese Feiertage geschichtlich weit zurück, teils bis zu den Anfängen der Nation. Die Sportarten, für die sich hier begeistert wird, sind jedoch nicht so marktgängig, wie die Feiertage. Baseball, American Football und Eishockey haben in Deutschland auch ihre Fangemeinden, die Ausmaße dieser Sportarten in den USA sind aber monumental und die Spiele werden ausgiebig zelebriert. Ein gutes Beispiel dafür ist der Super Bowl, das jährliche Finale der National Football League.

 

Die USA sind ein sehr interessantes Land mit einer vielschichtigen Kultur, die weit über das was man in Deutschland davon mitbekommt hinausgeht. Es ist ein Land der Superlative und der Begeisterung, schon vielen ist es passiert, dass sie sich vom amerikanischen Lebensstil haben anstecken lassen.

 

 

 

Englisch lernen

Englisch auf Sprachreisen in das Ausland lernen und anwenden.